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Die Bayer-Pipeline
Bayer-Pipeline: Gift für die Nachbarschaft
Pipeline-Rohr im Osten Düsseldorfs, bei Hubbelrath. Foto: schrö

Mit dem Aufstand hat Bayer nicht gerechnet. Immer mehr Bürger machen Front gegen die Kohlenmonoxid Pipeline von Dormagen nach Krefeld. Heute diskutiert der Landtag die Leitung.

Die Geschichte: Im Oktober 2004 geht die Bayer AG an die Öffentlichkeit. Landauf, landab stellt Werner Breuer als verantwortlicher Ingenieur die Pipeline vor. „Für die Kunststoffherstellung brauchen wir in Krefeld-Uerdingen den Rohstoff Kohlenmonoxid pünktlich, kostengünstig und ohne Unterbrechung.“ Im April 2006 beschließt der Landtag ein „Gesetz für Errichtung und Betrieb einer Rohrfernleitungsanlage“. Kein Wortbeitrag. Keine Gegenstimme.

Am 14. Februar 2007 wird der Planfeststellungsbeschluss gefasst. Jetzt kann Bayer bauen, verlegen, zur Not enteignen lassen. Bürgern wie Politikern wird nun erst das Gefahrenpotenzial klar. Im April hält Monheims Bürgermeister Dünchheim einen Vortrag vor katholischen Unternehmern und ruft dort dazu auf, die Kläger gegen die Pipeline mit Spenden zu unterstützen.

Rainer Klöpper von der CDU in Düsseldorf kann im Juni nicht glauben, dass die Trasse näher an Hubbelrath herangeführt wird, um eine Käferart zu schützen: „Sind Tiere wichtiger als Menschen?“ Bauer Hans-Wilhelm Kuwertz in Hubbelrath ist nicht prinzipiell gegen die Leitung, „aber ganz, ganz weit weg von der Wohnbebauung.“ Der Chef des Kreises Mettmann, Hendele, ruft letzte Woche aus: „Wir sind gegen die Pipeline als solche.“ Inzwischen demonstrieren Tausende, unterschreiben Zehntausende Proteste.

Klaus Schröder


Info

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und gefährliches Atemgift. Es wird als Grundbaustein für die Produktion von Kunststoffen verwandt, z.B. für Brillen, Scheinwerfer und CDs.

Standpunkte


Die Bürgerinitiative in Hilden



Die Bürgerinitiative in Erkrath

Bayers Sicht

Die Bezirksregierung



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